Vierzehn – Erwachsen in neun Monaten

VIERZEHN – Erwachsen in neun Monaten ist ein Film über vier Mädchen, die ungewollt schwanger wurden: Steffi, Lisa, Laura und Fabienne entschieden sich mit 14 Jahren für ihr Kind. Mit großer Offenheit geben die Protagonistinnen Einblick in die Zeit ihrer Schwangerschaft, die Geburt und die erste Zeit mit dem Kind. „Vierzehn“ zeigt ihre Freude, Ängste, Unsicherheiten, wie sie versuchen den hohen Anforderungen gerecht zu werden und ihnen auch manchmal nicht gerecht werden zu können, weil sie überfordert sind. Mit dem ersten Kind wird jede Frau, egal ob mit 14 oder 34 Jahren in die Realität geworfen, den Traum von einer glücklichen, harmonischen Familie mit den Ansprüchen und Anforderungen eines Lebens mit Kind in Einklang zu bringen. Die Mädchen in der Dokumentation machen das mit hohem Verantwortungsbewusstsein, obwohl sie noch sehr jung sind.

Die Dokumentation zeigt von der Zeugung bis zur Geburt, wie unterschiedlich die Mädchen und ihre Umgebung mit der neuen Situation umgehen und wie sie ihr Leben mit einem Kind meistern.

Nicht ohne uns!

„Ich habe nicht den blassesten Schimmer, wieso ich in diese Welt hereingeboren wurde.“ Enjo aus der Schweiz ist der erste Junge, der in dem Dokumentarfilm von Sigrid Klausmann zu Wort kommt. Seine Aussage steht programmatisch für die „großen Fragen“, um die es gehen wird. Geschichten von 16 Kindern aus 15 Ländern hat die Regisseurin dafür zusammengetragen. Und es ist kein Dokumentarfilm geworden, der nur über Kinder erzählt. Klausmann schenkt ihren jungen Protagonistinnen und Protagonisten vielmehr Gehör, gibt ihnen Raum und eine Stimme, wenn sie ihr Lebensumfeld vorstellen, darüber nachdenken, in was für einer Welt sie leben, was ihnen Sorge bereitet und wohin ihr Weg sie führen wird.

Striche ziehen

Eine weißer Strich über die bunte Mauerseite in West-Berlin. Eine Kunstaktion, die 1986 mit einer folgenschweren Verhaftung enden sollte. Die Vorgeschichte spielt in der Weimarer Punkszene der 1980er Jahre, wo kleine anarchische Freiräume gegen den staatlichen Normalismus verteidigt wurden: Macht aus dem Staat Gurkensalat! Mehr als dreißig Jahre später zeigt sich: Es gab eine undichte Stelle. Ein Verrat steht plötzlich im Raum. Die Folgen ziehen ihren perfiden Strich bis ins Heute. Freundschaften zerbrechen im Nachhinein. Der Film erzählt von der Spannung zwischen Subkultur und Diktatur. Es ist kein Strich unter die DDR zu ziehen.

Hi, AI – Liebesgeschichten aus der Zukunft

Bislang sind Roboter vor allem in Werkhallen als Schweißer und Schrauber tätig. Bald wird sich das ändern: Roboter teilen Omas Kindheitserinnerungen, kochen Nudelsuppe und versichern einsamen Menschen ihre Zuneigung. Der Dokumentarfilm HI, AI wirft einen Blick in eine Zukunft, über die wir reden sollten, bevor die Roboter da sind.

flüstern & SCHREIEN

„flüstern & SCHREIEN“ ist ein Film über den DDR-Rock und die musikalische Underground-Szene der 1980er-Jahre. Die Musik ist Ausdruck des Lebensgefühls einer Generation, die sich zunehmend von der offiziellen Staatsdoktrin abwendet und in gegenkulturellen Bewegungen nach eigenen Wegen in der Musik wie im Leben sucht. Interviews und Live-Konzerte mit und von den Bands Feeling B, Silly, Chicoreé, oder Sandow werden durch Aussagen von Fans und Jugendlichen ergänzt. Der vom staatlichen DEFA-Studio für Dokumentarfilme produzierte Film lockte ein Jahr vor dem Mauerfall hunderttausende Zuschauende in die Kinos der DDR. (Bundeszentrale für politische Bildung)

Wilkommen auf Deutsch

Zwei kleine Gemeinden in Norddeutschland sehen sich durch die zugewiesene Unterbringung von Asylsuchenden vor neue Herausforderungen gestellt. Während die überforderte Landkreisverwaltung versucht die Auflagen zu erfüllen, gehen die Einwohner/innen in den beiden Dörfern ganz unterschiedlich mit der Situation um. Während die einen ehrenamtlich helfen, formiert sich bei den anderen eine Bürgerinitiative gegen den Bau einer Flüchtlingsunterkunft. Kontrovers, emotional und amüsant behandelt der Dokumentarfilm das hochaktuelle Thema Asyl.

Dark Eden – Der Albtraum vom Erdöl

Im kanadischen Fort McMurray befindet sich eines der größten und letzten Ölvorkommen der Welt. Doch bei der aufwändigen Gewinnung des Öls aus Teersand entstehen weitaus mehr Treibhausgase als bei der konventionellen Förderung, zudem werden weitere Stoffe freigesetzt, die Natur, Tier und Mensch vergiften.
Der Film folgt Arbeiter*innen aus verschiedenen Ländern, die ihr Glück in der zunächst äußerst lukrativen Öl-Gewinnung suchen: vom PR-Manager der Kampagne „We love oil sands“ über den deutschen Mechaniker bis hin zum südsudanesischen Geflüchteten, der auf der untersten Hierarchie-Stufe als erster seinen Job verliert, als der Ölpreis fällt.
Neben ökologischen Problemen werden ökonomische Zwänge und Ungleichheiten sichtbar. Die ökologischen Probleme bei der Gewinnung und dem Verbrauch legen es nahe, Erdöl im Kontext des Klimawandels zu betrachten und sowohl alternative Lebensstile als auch erneuerbare Energien zu diskutieren. Neben ökologischen können soziale Fragen erörtert werden, sind beide doch eng miteinander verknüpft.

Plastic Planet

Eine Welt ohne Kunststoffe? Undenkbar! Der österreichische Filmemacher Werner Boote ist rund um den Globus den Spuren von Plastik und Co gefolgt und zeigt in seinem unterhaltsamen Dokumentarfilm, welche Folgen Herstellung und Gebrauch von Kunststoffen für Mensch und Natur haben.

I Am Not Your Negro

Der amerikanische Schriftsteller James Baldwin zählte zu den bedeutendsten Intellektuellen seiner Zeit. Ein Leben lang beschäftigte er sich mit Fragen von Rassismus, Sexualität und Identität, oft vermischte er seine scharfsinnigen Analysen der amerikanischen Gesellschaft mit persönlicher Erfahrung. In seinem Filmessay untermauert Regisseur Raoul Peck Zitate Baldwins mit teils spektakulärem Archivmaterial. So sieht man neben den bekannten Ikonen der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre auch die erschreckend hasserfüllten Proteste Weißer gegen staatliche Einschulungsprogramme zugunsten von Afroamerikanern/innen. Eine Grundthese Baldwins lautet: Der Rassismus der weißen Bevölkerungsmehrheit beruht, neben Ignoranz und Gleichgültigkeit, vor allem auf Angst.

Youth Unstoppable – Der Aufstieg der globalen Jugend-Klimabewegung

Die Kanadierin Slater interviewt seit ihrem zehnten Lebensjahr Prominente und Politiker über die Umwelt, mit 15 fing sie an ihre Begegnungen und Erlebnisse zu filmen. Entstanden ist eine sehr persönliche Langzeitbeobachtung des weltweiten Youth Climate Movements, beginnend im Jahr 1992 auf dem 1. Weltklimagipfel, auf dem die 12-jährige Aktivistin Severn Suzuki, ähnlich wie Greta Thunberg heute, bemerkenswert eindrucksvoll an die Anwesenden
appellierte.
Slater erzählt von Höhen und Tiefen der Klimabewegung, nimmt das Filmpublikum mit auf Klimakonferenzen, Demonstrationen, zu Gesprächsrunden und Interviews. Auf eindringliche Weise legt sie die politischen Fehl-Entwicklungen der letzten Jahre dar und zeigt den Druck durch die Zivilgesellschaft als wirksame Handlungsoption.
Mit ihrem bewegenden Film weckt Slater Jewell-Kemker ein Gefühl von globaler Zusammengehörigkeit und regt zu persönlichem Engagement an – und klingt am Ende hoffnungsvoll: „Ich glaube, dass eine andere Welt möglich ist“.