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Filmtipp: Wir sind jung. Wir sind stark.

Wirsindjung_Plakat_Zorro_31724. August 1992: In einer öden Plattenbausiedlung in Rostock-Lichtenhagen hängen die gelangweilten Jugendlichen Stefan, Robbie, Jennie, Goldhahn und Ramona ab. Ohne Job, der ihnen eine  Perspektive bieten könnte, wissen sie nichts mit sich anzufangen. Deshalb schließen sie sich einer Gruppe Neonazis an, die von Robbies älterem Bruder Sandro angeführt wird. Die Gruppe randaliert vor einem Wohnheim für Asylbewerber gegen Polizisten und Ausländer. Im benachbarten „Sonnenblumenhaus“ leben viele Vietnamesen, unter anderem auch Lien. Sie teilt sich eine kleine Wohnung mit ihrem Bruder und seiner schwangeren Frau. Lien möchte bleiben, die andern wollen wieder zurück in die Heimat, weil sie sich hier nicht mehr sicher fühlen. Derweil versucht Stefans Vater, der Lokalpolitiker Martin Boll, sich aus den politischen Konflikten um die Räumung der Asylbewerber-Aufnahmestelle herauszuhalten. Diese ist so überfüllt, dass Asylsuchende vor dem Gebäude kampieren müssen. Er muss mit ansehen, wie die Krawalle langsam auf das Wohnheim der vietnamesischen Vertragsarbeiter übergreifen. Die Polizei steht machtlos und überfordert daneben. Sie kann das Gebäude nicht mehr vor dem „rechtsextremen Mob“ schützen. Als die ersten Brandsätze das Wohnheim treffen, erkennt Martin Boll unter den Angreifern auch seinen Sohn Stefan.

 


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Filmtipp: MALALA – Ihr Recht auf Bildung

Malala

Malala Yousafzai hat in ihrem jungen Leben schon viel erlebt und erreicht. Seit Jahren fordert die heute 18-Jährige für Mädchen den gleichberechtigten Zugang zu Bildung. Dieses Engagement bezahlte sie 2012 in ihrer Heimat Pakistan fast mit dem Leben, als die Taliban ein Attentat auf sie verübten. Die Schülerin aus dem entlegenen Swat-Tal wurde weltweit zu einem Symbol für Zivilcourage, zumal Malala ihren Kampf nach ihrer Genesung unerschrocken fortsetzt und dafür 2014 den Friedensnobelpreis erhielt. Inspiriert von ihrer 2013 erschienen Autobiografie „I am Malala“ porträtiert Regisseur Davis Guggenheim (Eine unbequeme Wahrheit) die mittlerweile mit ihrer Familie in Birmingham lebende Kinderrechtsaktivistin und ihre beeindruckende Geschichte.

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Filmtipp: Der Staat gegen Fritz Bauer

fritz_bauerFrankfurt am Main, 1957. In der jungen Bundesrepublik blüht das Wirtschaftswunder, das Land blickt nach vorn. Doch der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer will die Vergangenheit nicht ruhen lassen. Mit einem kleinen Stab von Mitarbeitern sucht er nach den Verantwortlichen des Holocaust und sammelt Beweise für die Gräueltaten in den Konzentrationslagern. Es ist eine mühevolle Arbeit, die von den Ermittlungsbehörden eher sabotiert als gefördert wird. Mit seiner Vermutung, das Bundeskriminalamt versuche insbesondere seine Jagd auf Adolf Eichmann gezielt zu behindern, liegt Bauer richtig. Ein Prozess gegen einen der Hauptverantwortlichen für die Massendeportation der Juden würde zahllose Täter und Mitläufer ans Licht bringen, darunter solche, die auch im Nachkriegsdeutschland wichtige politische Stellen besetzen. Als er Informationen über Eichmanns Aufenthalt in Argentinien erhält, sieht sich Bauer zu einer riskanten Strategie gezwungen.


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Herbstakademie: Medienbildung in der Schule

Die Herbstakademie des Sächsischen Bildungsinstituts hat mittlerweile schon Tradition. Der Fokus liegt in diesem Jahr auf der Medienbildung in der Schule. Dabei sind auch die SchulKinoWochen Sachsen mit einem Forum zur  „Erschließung von Unterrichtsthemen mit den Mitteln des Films“. 

 

Das bewegte Bild hat im Alltag von Kindern und Jugendlichen heute einen großen Stellenwert. Es schafft Identifikationsangebote, dient der Selbstdarstellung wie auch der Präsentation des eigenen Weltbildes. Das Forum thematisiert die Fragen: Wie können sich Pädagoginnen und Pädagogen diesen Umstand zu Nutze machen und Lehrplaninhalte filmpädagogisch aufarbeiten? Welche Filme sind für den Unterricht geeignet und wie können sie effektiv eingesetzt werden?

 
Herbstakademie: Medienbildung in der Schule
17. November 2015
 
Dresden International University (DIU)
World Trade Center (WTC) Dresden
Freiberger Str. 37 | 01067 Dresden
 
Anmeldeschluss für die Herbstakademie ist der 09. Oktober 2015
 
Weitere Informationen finden Sie hier.

Filmtipp: Winnetous Sohn

Der zehnjährige Max ist ein übergewichtiger, blasser Brillenträger. Trotzdem wird er von allen „Häuptling“ genannt, denn in seinem Leben dreht sich alles um die Welt der indigenen Bevölkerung Nordamerikas. Deren Rituale und Accessoires helfen ihm, besser mit der Trennung seiner Eltern zurechtzukommen.


Die Sommerferien verbringt Max im Indianercamp, wo er den introvertierten Morten kennenlernt. Eines Abends hören sie im Radio, dass die Karl-May-Festspiele einen neuen Darsteller für Winnetous Sohn suchen. Für Max ist es völlig klar, dass er die Rolle übernehmen muss, denn er sieht darin auch die Chance, seine Eltern wieder zusammenzubringen. Obwohl Max weder das Reiten noch das Bogenschießen beherrscht, ist er überzeugt, diese Hürden in kurzer Zeit meistern zu können.



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SchulKinoWochen Sachsen erfolgreich beendet

abschlussveranstaltungDie diesjährige Ausgabe der SchulKinoWochen Sachsen ist erfolgreich beendet worden. In den vergangenen zwei Wochen besuchten über 17.400 Schüler und Lehrer Kinovorführungen in ganz Sachsen. „Das breite Interesse der sächsischen Lehrer zeigt, welchen wichtigen Stellenwert Filmbildung hat.“, so Projektleiter Oliver Weidlich. Das Projektbüro konnte ein Plus von 1.600 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Auch die Nachfrage an Filme in Originalfassung für den Sprachunterricht, Filmgesprächen  und Fortbildungen ist deutlich gestiegen.

 

39 Kinos in 24 Städten in ganz Sachsen haben sich an den SchulKinoWochen beteiligt. Gezeigt wurden die gesamte Bandbreite an Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilmen.  Bei über 30 Sonderveranstaltungen kamen Schüler und Lehrer mit Filmemachern, Experten und Filmpädagogen ins Gespräch. Diskutiert wurden unter anderem die Entstehung von Filmproduktionen, Darstellungen von historischen Ereignissen im Film und  nach welchen Kriterien Altersfreigaben vergeben werden. Auch der Umgang mit Flüchtlingen und Asylbewerbern wurde in Gesprächen zu Spiel- und Dokumentarfilmen thematisiert. Projektleiter Oliver Weidlich: „Die pädagogische Umrahmung von Filmvorführungen liegt uns besonders am Herzen. Schüler stehen einer enormen Masse und Vielfalt an medialen Eindrücken gegenüber, daher ist es umso wichtiger, das Gesehene einzuordnen und über Inhalte und Darstellungen zu sprechen.“


Im Vorfeld der zwei Veranstaltungswochen fanden zahlreiche Lehrerfortbildungen sowie ein Filmkritikworkshop für Schülerzeitungsredakteure statt.

 

Im nächsten Jahr finden die SchulKinoWochen Sachsen vom 07. – 18. März 2016 statt.

Eröffnung der SchulKinoWochen

18-Plakat-kleinAm 16. März starten in 25 sächsischen Städten die SchulKinoWochen Sachsen 2015. Zur offizielle Eröffnung in den Passage Kinos Leipzig präsentiert Regisseurin Cornelia Grünberg persönlich ihren Film ACHTZEHN – Wagnis Leben. Neben Cornelia Grünberg wird auch Laura Keller, eine der Protagonistinnen des Films, für ein Gespräch im Anschluss an die Vorstellung zur Verfügung stehen. Wir laden alle interessierten Schüler und Lehrer herzlich zur Eröffnungsveranstaltung ein.

 

ACHTZEHN erzählt von vier Teenagern die auf der Überholspur erwachsen werden und von vier Babys die Kinder werden.

 

Endlich 18! Endlich erwachsen, endlich tun und lassen was man will? Oder ist es doch nicht ganz so bei Fabienne, Stephanie, Laura und Lisa? Sie sind vier Teenager, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber eines gemeinsam haben: Sie sind Mütter. Alle Vier wurden mit 14 ungewollt schwanger. Und alle Vier entschieden sich für das Kind. Ganz bewusst. Mit allen Höhen und Tiefen, stecken sie nun mit 18 mitten im Abenteuer Leben.

 

Seit 6 Jahren begleitet die Filmemacherin Cornelia Grünberg diese vier junge Frauen und ihre Kinder. „VIERZEHN – Erwachsen in 9 Monaten“ zeigte die Mädchen auf dem hochemotionalen und schwierigen Weg zur Geburt. ACHTZEHN – Wagnis Leben, begleitet sie die vier jungen Frauen dabei, wie sie nun um ihre Kinder, aber auch um ihre Jugend und um ihre Träume kämpfen.

 

Eröffnung der SchulKinoWochen Sachsen 2015

ACHTZEHN – Wagnis Leben

Gäste: u.a. Cornelia Grünberg (Regisseurin), Laura Keller (Protagonistin)

16.03.2015, 10 Uhr, Passage Kinos Leipzig

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Praxisleitfäden zur Filmarbeit im Unterricht

filmbildung_material

Um Filme im Unterricht optimal zu nutzen gibt es eine Vielzahl an Methoden. Wir bieten Ihnen zu (fast) jedem Film aus dem Programm der SchulKinoWochen Unterrichtsmaterial zum download auf der jeweiligen Filmseite sowie in Ihrer Bestellbestätigung an. Nutzen Sie auch unsere verschiedenen Filmgespräche mit Filmemachern, Experten und Medienpädagogen. Durch die Teilnahme an den Gesprächen entstehen keine zusätzlichen Kosten.

 

Informationen und Vorschläge zu verschiedenen Methoden der schulischen Auseinandersetzung mit Filmen finden Sie in folgenden Praxisleitfäden, welche Sie hier kostenlos herunterladen können. Weitere Leitfäden, unter anderem zum Thema „Inklusion und Film“ finden Sie auf der Website von Vision Kino.


Schule im Kino – Praxisleitfaden für Lehrkräfte (pdf 743 KB oder gedruckte Version bestellen)

play fair – Rezeptive Filmarbeit in Kino und Schule (pdf 7,2 MB)

 

Boyhood gewinnt 3 Golden Globes

boyhood_webEin außergewöhnliches Filmprojekt ist der große Gewinner bei der diesjährigen Verleihung der Golden Globes. Zwölf Jahre Handlungszeit entsprechen in dem filmischen Experiment von Richard Linklater tatsächlich auch zwölf Jahren Drehzeit. In Boyhood, von 2002 bis 2013 auf 35 mm-Filmmaterial gedreht, wird die Hauptrolle nicht von mehreren Darstellern gespielt. Ellar Coltraine verkörpert Mason stattdessen über die gesamte Laufzeit des fiktiv angelegten Spielfilms hinweg und entwickelt sich mit diesem vom Kind zum jungen Erwachsenen. Auch die anderen Kernschauspieler/innen – Patricia Arquette als Masons Mutter, Ethan Hawke als Masons Vater und Lorelei Linklater als Masons Schwester – werden vor der Kamera real älter.

 

Das Spielfilmprojekt, dessen Konzept an Langzeitdokumentationen wie Die Kinder von Golzow (DDR/Deutschland, 1961-2007) erinnert, entstand auf der Grundlage eines groben Strukturplans der Handlung, die jährlich an drei bis vier Tagen auch in Zusammenarbeit mit den Darstellern/innen ausgearbeitet und gedreht wurde und aus der schließlich durch die Vermischung dokumentarischer und fiktiver Elemente im Spiegel der real vergehenden Zeit und ihrer Moden ein ungewöhnlicher Coming-of-Age-Film geworden ist. Golden Globes gab es für die Regie, das beste Filmdrama sowie für Patricia Arquette als beste Nebendarstellerin.

 

Hier finden Sie die Spielzeiten von Boyhood während der SchulKinoWochen Sachsen 2015.

Programmheft 2015

SKW_programmheft2015_titelEndlich ist es soweit: Das Programmheft für die SchulKinoWochen Sachsen 2015 wird gedruckt und in der ersten Schulwoche 2015 an alle sächsischen Schulen verschickt. Für ein persönliches Exemplar senden Sie uns bitte Ihren Namen und Anschrift per E-Mail an info@schulkinowoche.de. Wer bereits jetzt durch das Programm stöbern möchte, kann sich das Programmheft hier herunterladen (3,2 MB).

Es warten über 900 Filmvorführungen und zahlreiche spannende Sonderveranstaltungen auf Sie. Ihre Vorstellungen können Sie ab Januar direkt über diese Website buchen.


Bei Fragen zur Filmauswahl, barrierefreien Filmvorführungen oder Sonderveranstaltungen hilft Ihnen das Team der SchulKinoWochen Sachsen gern per E-Mail oder Telefon unter 0351 – 899 61 48 weiter.