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Boyhood gewinnt 3 Golden Globes

boyhood_webEin außergewöhnliches Filmprojekt ist der große Gewinner bei der diesjährigen Verleihung der Golden Globes. Zwölf Jahre Handlungszeit entsprechen in dem filmischen Experiment von Richard Linklater tatsächlich auch zwölf Jahren Drehzeit. In Boyhood, von 2002 bis 2013 auf 35 mm-Filmmaterial gedreht, wird die Hauptrolle nicht von mehreren Darstellern gespielt. Ellar Coltraine verkörpert Mason stattdessen über die gesamte Laufzeit des fiktiv angelegten Spielfilms hinweg und entwickelt sich mit diesem vom Kind zum jungen Erwachsenen. Auch die anderen Kernschauspieler/innen – Patricia Arquette als Masons Mutter, Ethan Hawke als Masons Vater und Lorelei Linklater als Masons Schwester – werden vor der Kamera real älter.

 

Das Spielfilmprojekt, dessen Konzept an Langzeitdokumentationen wie Die Kinder von Golzow (DDR/Deutschland, 1961-2007) erinnert, entstand auf der Grundlage eines groben Strukturplans der Handlung, die jährlich an drei bis vier Tagen auch in Zusammenarbeit mit den Darstellern/innen ausgearbeitet und gedreht wurde und aus der schließlich durch die Vermischung dokumentarischer und fiktiver Elemente im Spiegel der real vergehenden Zeit und ihrer Moden ein ungewöhnlicher Coming-of-Age-Film geworden ist. Golden Globes gab es für die Regie, das beste Filmdrama sowie für Patricia Arquette als beste Nebendarstellerin.

 

Hier finden Sie die Spielzeiten von Boyhood während der SchulKinoWochen Sachsen 2015.